Was bisher geschah...
1996 / 1997:
Auf den Jugendsprechstunden des Oberbürgermeisters Klaus-Eckardt Walker werden erstmalig Forderungen nach einem unabhängigen Jugendzentrum in Rastatt laut.
1998:
Im Juli wird der Stadt ein Konzept für ein unabhängiges Jugendkulturzentrum übergeben, es folgt eine erste Begehung auf dem mittlerweile leerstehenden Canrobert-Gelände auf der Suche nach möglichen Räumlichkeiten.
Im Herbst: Erste Präsentation des Vereins auf dem Canrobert-Fest mit Ausstellung und Performance. Ausarbeitung einer Satzung.
Oktober: Gründung des Vereins Art Canrobert e.V. und Beginn der umfangreichen Renovierungsarbeiten in den von der Stadt zur Verfügung gestellen Räumlichkeiten, ohne Wasseranschluß und mit Strom aus dem Nachbarhaus. Der Verein hat 15 Mitglieder.
1999:
Erste Ateliers und Proberäume werden bezogen, junge Künstler/innen und Musiker/innen kommen durch den Verein zusammen, der Verein wächst beständig – es gibt eine Werkstatt und offene Räume mit PCs und Billdard.
Im Sommer: Erste Veranstaltung mit lokalen Musikgruppen. Art Canrobert e.V. gestaltet die Weihnachtskarte der Stadt Rastatt.
2000:
Der Verein beteiligt sich an dem Projekt des Stadtjugendamtes „Qualitätsentwicklung in der offenen Kinder- und Jugendarbeit“.
Sommer 2000: Der Vereinsvorsitzende Alexander Schwarz erhält den 1. Preis des Landkreises Rastatt für „Jugend im Ehrenamt“ und wird für vier Jahre zum Vertreter der Rastatter Jugend im Stadtmarketingausschuss gewählt.
Der Verein festigt seinen guten Ruf bei der Rastatter Jugend und beteiligt sich aktiv an Stadtprojekten, so der Agenda 2010 zur bürgerschaftlichen Gestaltung der Kommune.
2001:
Der Verein beteiligt sich an der Gründung des Jugendgemeinderates
2002:
In den Vereinsräumen finden Konzerte mit internationalen Bands und mehreren hundert Besuchern statt.
2003:
Anlässlich des Irak-Krieges organisiert der Verein in Kooperation mit Schülervertretungen die „Schüler für den Frieden Demo“.
Ende 2003 findet sich ein Investor für das Vereinsgebäude in der Ludwig-Wilhelm-Straße, der Verein muss den geplanten Eigentumswohnungen weichen.
Der Gemeinderat stimmt grundsätzlich der Nutzung des ehemaligen französischen Kindergartens, sowie des SWI-Gebäudes in der Karlstraße 23 durch den Verein zu. Ende 2003 hat der Verein 90 Mitglieder.
2004 „Neue Bleibe für Art Canrobert“
Der Verein muss bis zur vorgeschobenen Renovierung des franz. Kindergartens das ehemalige SWI-Gebäude in der Karlstr. 23 beziehen. Die alten Räumlichkeiten werden besenrein übergeben. Der Verein kann trotz umfangreicher Renovierung des Gebäudes den Vereinsbetrieb nur eingeschränkt betreiben. Die Mitgliederquote bleibt trotzdem konstant. Die ersten mehrtägigen Aktionstage mit Workshops, Filmvorführungen, Lesungen und Tag der offenen Tür werden veranstaltet. Der Verein nimmt seit 2004 regelmäßig an der Aktion „Saubere Stadt“ teil.
2005: „Übergangsprojekt wird zu dauerhaftem Vereinsheim“
Umfangreiche Umbauarbeiten mit hunderten ehrenamtlichen Arbeitsstunden passen die Vereinräume an die Bedürfnisse an. Am 03.12. demonstrieren Neonazis gegen Art Canrobert. Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien und Organisationen solidarisieren sich und es beteiligen sich über 1000 Menschen an einer Solidaritäsdemonstration. Dem Verein wird die Neujahrsbrezel der Stadt Rastatt für seinen Beitrag zur "engagierten Jugendarbeit und seinen Beitrag für die Stadtgemeinschaft“ verliehen. Im umgebauten und technisch ausgestatteten Veranstaltungsraum finden mehrere Konzerte mit bis zu 300 Besuchern statt.
2007: „Art Canrobert plant erstes Openairfestival im Kulturforum“
In Kooperation mit dem Jugendtreff Rastatt und der Lebenshilfe veranstaltet der Verein das „777 Open-Air Festival“ mit 600 Besuchern im Kulturforum. Der Verein hat 120 Mitglieder.
2008: Art Canrobert knüpft an Festivalerfolg an
Der Verein veranstaltet abermals mit dem Jugendtreff das „Art & Action Festival“ mit regionalen und internationalen Bands.
2009:
Die Stadt streicht trotz fundiertem Finanzierungsplan eine Fortsetzung des Open-Air-Festivals. Der Verein veranstaltet daraufhin das Festival eigenständig in Kooperation mit der Lebenshilfe. Ein großer integrativer Kunst- und Musiktag in Kooperation mit der Lebenshilfe Rastatt findet statt.
2010:
Mitglieder der Lebenshilfe beziehen einen eigenen Proberaum. Die Vereinsräume werden abermals renoviert. Das „Art & Action Festival" wird fortgesetzt. Die Stadt Rastatt gefährdet durch geplante Kürzungen der Vereinsförderungen den Fortbestand des Vereins. Auf den Verein sollen Mieterhöhungen von ca. 890 % zukommen. Der Verein erfährt eine große Welle an Solidarität.
Art Canrobert e.V. wird am 10.10.2010 einstimmig in die Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturnitiativen und Soziokulturellen Zentren Baden Würrtemberg (LAKS) aufgenommen. Der Verein hat 160 Mitglieder.
2011:
Nach zähen Verhandlungen und durch massiven öffentlichen Druck können die geplanten Mieterhöhungen nicht vollumfänglich durchgesetzt werden. Die Stadt Rastatt erhöht dem Verein durch einen Ratsbeschluss zum Juni die Mieten um ca. 115 %. Der Verein erhält einen komplett neuen Mietvertrag, in dem sich die Stadt Rastatt unzählige Sonderkündigungsrechte einräumt. Wenige Tage nach Unterzeichnung des Vertrages findet eine unangemeldete "Begehung" der Stadtverwaltung in den Vereinsräumen statt. - Der Verein erhält auf Grund vermeintlicher Elektronischer Mängel ein generelles Veranstaltungsverbot verhängt. Der Konflikt zwischen Stadtverwaltung und Verein wird öffentlich in der Presse ausgetragen (siehe Pressearchiv). Der Verein hat 185 Mitglieder.
